Einleitung

Diese Seite beschreibt einen schnellen Weg, wie Sie einfache Karten zu Toponymen und Fundorten in Obermesopotamien aus der Mittel- und Spätbronzezeit mit Hilfe von QGIS erstellen können. Dies dient lediglich dazu einen ersten Eindruck zu gewinnen und ersetzt nicht professionelle kartographische Arbeiten mit umfangreicher GIS-Nutzung.

Diese Anleitung ist in drei Abschnitte eingeteilt:

  1. Installation und Einrichtung von Quantum GIS
  2. Zusammenstellen der Orte, die auf der Karte dargestellt werden sollen
  3. Importieren dieser Orte in QGIS und Formatierung der Darstellung

Den ersten Abschnitt brauchen Sie nur einmal am Anfang durchführen. Haben Sie diesen bereits einmal erledigt, das heißt QGIS ist auf Ihrem Rechner installiert und die übrigen Schritte gemäß dieser Anleitung sind absolviert, dann können Sie direkt mit Abschnitt 2 beginnen.

Zunächst sollten Sie allerdings ein paar generellen Hinweisen große Beachtung zukommen lassen.
QGIS ist ein sehr umfangreiches Desktop-GIS mit wesentlich mehr als den hier vorgstellten Funktionen. Daher kann es, sowohl beim Herunterladen als auch bei der späteren Verwendung, je nach Geschwindigkeit der Internetverbindung und Ihres Rechners, zu Wartezeiten kommen. Sie sollten also ein wenig Geduld mitbringen. Sie sollten außerdem bei der Verwendung von QGIS darauf achten, in sämtlichen Dateinamen, Ordnernamen oder sonstigen Bezeichnungen sowohl Leerzeichen als auch Sonderzeichen (Umlaute, Akzente, Symbole, Ziffern) zu vermeiden.
Haben Sie diese Regeln zum Umgang mit der Software QGIS verinnerlicht, können Sie anfangen Ihre eigenen Karten zu erstellen. Eine gut gemachte Karte hat einen klar definierten Zweck, der durch einen aussagekräftigen Titel (ggf. auch Untertitel) benannt wird. Weiterhin sollten ein Maßstab, ein Nordpfeil sowie Metadaten mit Angabe der Koordinaten und Projektion vorhanden sein. Eine Legende zur Klarstellung der verwendeten Symbolik ist zwingend notwendig, damit die Betrachter Ihrer Karte diese richtig interpretieren können.

Installation

Laden Sie sich QGIS 3.0 von der QGIS-Webseite herunter: QGIS Download. Installieren Sie QGIS, indem Sie die heruntergeladene Datei öffnen. Folgen Sie den Installationsanweisungen. Laden Sie außerdem den folgenden zip-Ordner herunter: Textelsem Data Package. Entpacken Sie diesen Ordner auf Ihrem Computer in einem Verzeichnis Ihrer Wahl, denken Sie daran möglichst keine Sonder- und Leerzeichen im gesamten Pfad zu verwenden. Sie sollten außerdem nur den Ordner "my_data" verändern, also Dateien hinzufügen und entfernen, Unterordner anlegen und löschen. Nutzen Sie diesen Ordner, um Ihre eigenen Daten darin nach Belieben zu verwalten.

Daten zusammenstellen

In unserer speziell für diesen Zweck entwickelten virtuellen Forschungsumgebung können Sie nun die Fundorte auswählen, die Sie später auf Ihrer Karte darstellen wollen. Klicken Sie auf das Plus rechts neben einem Ortsnamen, um diesen dem Export hinzuzufügen.

Die Anwendung bietet links oben Filtermöglichkeiten, um nach archäologischen oder philologischen Kriterien zu filtern. Sie bietet eine Suchfunktion mit einem auf Levenshtein basierten Algorithmus, um Ortsnamen in verschiedenen Transkriptionen und Transliterationen zu finden. Außerdem können Sie die Orte auch anhand Ihrer Position in der Karte durch Klick in der Liste angezeigt bekommen. Wenn Sie auf "add all" klicken, werden alle gefilterten Orte dem Export hinzugefügt. Klicken Sie auf das Plus, wird lediglich der gewählte Ort hinzugefügt.

Ganz oben links können Sie wechseln zwischen der Übersicht und einer Ansicht, in der Sie sehen können, was Sie bereits exportiert haben. Wenn Sie mit der Auswahl der Orte, die Sie exportieren möchten, fertig sind, können Sie diese nun als Datei speichern. Diese Datei benötigen Sie später, um sie mit QGIS zu laden, damit dort Ihre gewählten Orte dargestellt werden können. Um die Datei zu speichern, gehen Sie auf den Reiter "Export", überprüfen Sie die Liste unten bzw. die Anzeige in der Karte auf Vollständigkeit, wählen Sie aus, welche Beschriftung die Ortsnamen erhalten sollen, geben Sie der Datei einen Dateinamen, dann drücken Sie auf "download". Es ist ausdrücklich empfohlen die soeben heruntergeladene Datei in den Ordner my_data zu verschieben.

Karte erstellen

Nachdem die Installation beendet ist, können Sie QGIS starten, indem Sie die Datei "textelsem_map_template.qgs" im entpackten Ordner öffnen. Wählen Sie links im Fenster "Layer" diejenigen Informationen aus, die Sie auf der Karte angezeigt bekommen möchten. Unter "Basemaps" können Sie eine Karte auswählen, die den Hintergrund bildet. Zusätzlich können Sie unter "HIGEOMES data" weitere Elemente, wie Flüsse oder den gesamten Bestand an Fundorten, hinzufügen.

Unter "User Data" können Sie nun Ihre individuell zusammengestellten TEXTELSEM Fundorte bzw Toponyme anzeigen lassen. Fügen Sie beliebig viele Dateien, die Sie mit der in Abschnitt 2 vorgestellten virtuellen Forschungsumgebung exportiert haben, in QGIS hinzu, indem Sie die Dateien mit der Maus in QGIS hineinziehen. Anschließend können Sie durch Doppelklick auf den entsprechenden Layer (also die entsprechende exportierte Datei) die Darstellungsweise ändern. Die wichtigsten visuellen Darstellungen, können Sie unter "Darstellung" verändern, eine Beschriftung können Sie unter "Beschriftung" hinzufügen. Wählen Sie dort aus "Diesen Layer beschriften" und anschließend wählen Sie im Menü direkt darunter entweder "Name" für die HIGEOMES-ID oder "description" für die von Ihnen beim Export gewählte Bezeichnung aus.

 

 

 

 

 

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